Ein Spotter ist eine Person, die sich mit dem gezielten Beobachten von Objekten oder Phänomenen, dem sogenannten Spotting
(von engl. to spot, beobachten, ausmachen, erkennen bzw. orten, lokalisieren), beschäftigt.
Das Beobachten und Fotografieren von Flugzeugen (Planespotting) wird überwiegend in unmittelbarer Nähe eines Flughafens
betrieben. Meistens wird versucht, landende oder startende Flugzeuge zu fotografieren, was fotografisch entsprechend
anspruchsvoll ist. Der Planespotter muss oft kilometerweit gehen um von entlegenen Orten aus gute Sicht auf die Start- und
Landebahn zu haben.
Flugzeugfotos werden oft auf Webseiten hochgeladen und dort in Datenbanken archiviert.
Viele Planespotter gehen bei ihrem Hobby so vor, dass sie versuchen möglichst viele verschiedene Flugzeuge zu fotografieren.
Oft benutzen sie dazu Verzeichnisse in denen sämtliche Flugzeuge einer Airline und ihre Registrierungen aufgelistet sind, um
dann die bereits fotografierten Maschinen anzukreuzen. So wird versucht nach und nach möglichst alle Flugzeuge einer Flotte
zu bekommen, was je nach Fall nicht einfach ist, da die Flugzeuge oft an unterschiedlichen Orten stationiert sind und man selten
vorher weiß, welches Flugzeug auf einer Strecke eingesetzt wird. Ältere Flugzeugtypen (wie z.B. die Boeing 727 oder 707) sind
bei vielen Spottern, besonders in Europa, begehrt, genauso wie seltene Sonderlackierungen, die von Airlines zu besonderen
Anlässen, wie zum Beispiel Jubiläen oder Olympischen Spielen, entworfen werden. Die Anfänge des Hobbys findet man im
Krieg: Hier wurde der Flugverkehr besonders intensiv beobachtet und die einzelnen Flugzeuge notiert. Auch heute noch findet
man Spotter, die nur mit Fernglas und Notizblock ausgerüstet an den Flughafen fahren um die einzelnen Flugbewegungen
schriftlich festzuhalten.
Besonders beliebt ist in Europa der Flughafen Amsterdam, da es dort fast keine Zäune gibt und man sehr nahe an die
landenden und startenden Flugzeuge herankommt. Aber auch an vielen anderen Flugplätzen findet man Aussichtspunkte, die
teilweise extra für Aviatikbegeisterte angelegt wurden. Der Flughafen von Philipsburg / St. Maarten auf den niederländischen
Antillen hat sich aufgrund seiner spektakulären Anflüge über den Strand mit der Zeit zum Mekka der Planespotter entwickelt.
Seit den Terroranschlägen 2001 in den USA werden Spotter vielerorts kritisch beäugt; an manchen Flughäfen herrscht
mittlerweile sogar ein generelles Fotografierverbot. So ist beispielsweise am Pariser Flughafen Charles de Gaulle seit letztem
Jahr verboten, ohne einen Ausweis, der einen als Planespotter kennzeichnet, Flugzeuge zu fotografieren. Auch sind mittlerweile
vielerorts, wie zum Beispiel am Euroairport Basel oder am Frankfurter Flughafen, Besucherterassen aus Sicherheitsgründen
geschlossen worden. Frankfurt wurde aber wieder neu Eröffnet.